Sonntag, 21. Juli 2013

Dir en grey - Tour 2013 TABULA RASA - Köln

Am 11. Juni fand das erste der beiden Europa-Konzerte (neben verschiedenen Festival-Auftritten) in Köln statt. Ich hatte mir ursprünglich überlegt, erst am Mittag mit dem Zug von Berlin aus loszufahren und nur mühsam hatte mich meine Mutter am Vorabend telefonisch überredet einen früheren Zug zu nehmen, weil es durch das Hochwasser sicher zu Verspätungen kommen würde.

Mein Outfit für das erste Konzert:


Rock & Top - Vero Moda || Cardigan - Ann Christine || Kette - s.Oliver || Kreuz-Pin - Dir en grey a knot || Armband - ebay || Haarreif - Gina Tricot

Dazu gehört noch ein Haarreif, den ich erst unterwegs aufgesetzt habe.


Ein Glück bin ich wirklich früh losgefahren, denn die Verspätung durch das Hochwasser belief sich letztlich auf 3 Stunden. Ein ziemliches Chaos!
Weil ich mich im Bahnhof ziemlich beeilen musste (erst sollte mein Zug ausfallen, dann kam er doch noch), hatte ich keine Zeit mir Verpflegung zu kaufen. Die Fahrt dauerte wegen der Strecke durchs Hochwasser endlos und ein Geschäftsmann hatte Mitleid mit mir, weil mein Magen knurrte - er hat mir einen Snickers geschenkt. Haha, sehr cool!


In Köln holte mich eine liebe Freundin vom Bahnhof ab - darüber habe ich mich wirklich gefreut. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zur Halle. Um eine gute Position machte ich mir keine Gedanken, da ich im Vorfeld ein VIP-Ticket ergattert hatte. Der frühere Einlass war mir damit sicher.
Mit Zucka, ihrer Freundin, Isabel und Baatra hatte ich noch ein Eis, bevor es ernst wurde und ich mich zum VIP-Einlass begab. Das verlief stressiger, als gedacht. Drinnen konnten wir bereits Merchandise erwerben - da ich generell aber nicht der T-Shirt Typ bin und keine "unnützen" Fanartikel wie Sticker etc. kaufen möchte, habe ich nur ein Armband gekauft und mich dann in der Reihe für das Foto angestellt. Wir erhielten noch das aktuelle Album mit Autogrammen - ein klein wenig sinnlos, da die meisten die CD sicherlich schon am Release-datum gekauft hatten.


Im VIP-Ticket war ein Foto mit der Band enthalten - allerdings diesmal ohne Meet&Greet.
Das Spielchen hatte ich bereits 2011 mitgemacht (⇒ Link zum Bericht *klick klick*) und ich dachte es würde genauso ablaufen, wie damals.
Die erste Überraschung war die Anwesenheit von Kyo beim Foto-Termin. 2011 war er nicht erschienen. Meine Freude darüber währte allerdings nicht lange, als mir die Bedingungen für das Foto klar wurden: es gab ein Gitter, hinter dem die Band stand. Wir sollten uns davor stellen und posieren. Wie in einem Zoo. Als wären die Bandmitglieder irgendwelche Tiger oder sonstwas.
Meine Enttäuschung, Wut und Trauer in dem Moment lässt sich nicht ausdrücken, denke ich. Ich habe heute noch etwas Magenschmerzen, wenn ich mich daran erinnere. Das war einfach beschämend. Musste man so viel Angst vor uns haben, dass man ein Gitter dazwischen brauchte? 2011 war es doch auch ohne gegangen und meines Wissens nach hat dabei trotz allem niemand irgendeine Grenze zwischen sich und der Band durchbrochen. Handshake und gut.
Es war wirklich etwas... grausam.
Wegen der unangenehmen Situation habe ich die Band nur sehr kurz angesehen, als ich dran war. Immerhin habe ich sie kurz zum Lachen gebracht, denn ich wollte meine Tasche nicht mit auf dem Bild haben und habe sie einfach etwas rabiat zur Seite geworfen. Das Posieren ging automatisch, ich fühlte mich unwohl und schon stand ich auf der anderen Seite in der Schlange für die Bühne.
Mein Foto mag ich an dieser Stelle eigentlich nicht zeigen. Es ist einfach zu "peinlich" wegen dem Gitter.
Als alle fotografiert waren, wurde der Weg zur Bühne freigegeben, obwohl die Band noch in der Halle stand - total chaotisch. Allerdings hat der Moment gezeigt, dass die Leute das VIP Ticket hatten, um vorne zu stehen - nicht für ein Foto, was das Gitter doch eindeutig unnötig macht. Wir mussten alle noch einmal zurück und als die Jungs die Halle verlassen hatten, durften wir nach vorn. Ich erreichte die zweite Reihe vor Die, da ich bei solchen Dingen vielleicht ein wenig zu entspannt bin.


Wie bei den Konzerten in Japan trug Kyo wieder Make-up, wie bei früheren Auftritten. Ich hätte mir etwas mehr Show von ihm gewünscht, wie er es in Japan mit Tüchern und Lichteffekten macht - aber es war nicht wirklich enttäuschend, dass er darauf verzichtete.
Es war einfach so unglaublich schön die Jungs wieder live zu hören. Die Kraft der Songs und die Energie und Ausstrahlung von Kyos Performance zu erleben. Die Tracklist war in etwa wie erwartet - lediglich das Conceived Sorrow mittig kam, überraschte mich wirklich. Normalerweise ist das ein Opening der Encore oder das komplette Opening der Show.

Tracklist (unsicher):

Kyokotsu no Nari

THE BLOSSOMING BEELZEBUB
DIFFERENT SENSE
LOTUS
OBSCURE
RINKAKU
CONCEIVED SORROW


INWARD SCREAM


DIABOLOS
Tsumi to Batsu 


INWARD SCREAM

Kasumi
Karma
Unraveling
Reiketsu Nariseba
-Saku-


Encore:


THE FINAL
Rasetsukoku
Hageshisa to kono mune no naka de karamitsuita shakunetsu no yami


Meine größte Freude galt der neuen Version von THE FINAL - einfach ein all-time favourite Song von mir. Über Kasumi habe ich mich auch sehr gefreut. In Interviews habe ich gelesen, dass sie sich bei dem Song für ein Remake entschieden haben, da es ein Song ist, den sie nie außerhalb Japans gespielt haben und wir so die Möglichkeit bekommen würden ihn zu hören.
Das Publikum war an diesem Abend wirklich herausragend gut. Viel zu oft habe ich mich in der Vergangenheit über störende Fans geärgert - diesmal blieben alle ruhig, als Kyo acapella sang und gaben wirklich Vollgas bei den härteren Songs. Lediglich beim INWARD SCREAM hätte ich mir mehr Ruhe gewünscht - für mich sind gerade diese INWARD SCREAM-Übergänge zwischen den Songs einfach eine richtige Explosion an Stimmungen und Show.


Ein unerwartetes Highlight des Abends war die Reaktion des Publikums am Ende. Als Abschlussmelodie wurde THE FINAL unplugged eingespielt, während die Band die Bühne verließ. Ohne es abgesprochen zu haben, sang das Publikum den Song - ein wirklich tolles Gefühl und ein würdiger Abschluss für den genialen Abend!


Nach dem Konzert verabschiedete ich mich von einigen Freunden und fuhr mit Isabel zurück zum Bahnhof, wo dieses erschöpfte aber sehr glückliche Foto entstand:


Mit dem ICE fuhr ich an dem Abend noch weiter bis nach Essen, wo eine liebe Freundin von mir wohnt. Sie hat mich trotz der Uhrzeit und ihres Vortrags in der Uni am nächsten Morgen von der Station abgeholt. Bei ihr konnte ich dann duschen und bin ziemlich erschöpft ins Bett gefallen - am nächsten Morgen frühstückten wir gemeinsam, bevor ich los zum Bahnhof musste, um meinen Bus nach Paris zu erwischen - denn für das Dir en grey Konzert in Paris hatte ich mir auch ein Ticket gekauft. Dazu dann mehr im nächsten Eintrag~

Kommentare:

  1. ..ich hab gehört fans sollen die band trotz dieses gitters halb umgerannt haben... naja ist alles ganz schön schräg mit dir en grey und ihrem fan verhältnis ^^; dennoch beneide ich dich, ich währe so so gern zu dem konzert gegangen, ich hatte aber kein geld für den zug nach köln bzw zurück.

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    1. Ja - das war der Moment, als man den Weg zur Bühne freigab, obwohl die Band noch im Raum war. Es sind also einfach alle an den Jungs vorbeigerannt - nicht zu ihnen hin ^^
      2011 waren alle beim Meet & Greet ziemlich zurückhaltend und anständig. Ich verstehe das mit dem Gitter daher wirklich nicht.

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